Die Wiedervereingung der BRD und der DDR zu einem vereinten deutschen Staat im Jahr 1990 war von Millionen von Deutschen sehnsüchtig erwartet worden. So wurden durch diesen Schritt viele Familien, die zum Teil für viele Jahre von einander getrennt waren wieder zusammen geführt. Gleichzeitig wurde das Regime der DDR abgesetzt, das für viele Menschen bedingt durch die Planwirtschaft und die systematische Unterdrückung viel Not gebracht hatte.

Nach der Wiedervereinigung ergaben sich jedoch auch viele Probleme im neu geschaffenen deutschen Staat. So war eines der zentImage result for Soziale Probleme nach der Wenderalen Probleme der große ökonomische Unterschied zwischen den beiden ehemals getrennten Staatsgebieten. Die sogenannten neuen Bundesländer, also die Gebiete, die vorher zur DDR gehört hatten, waren wirtschaftlich in einem sehr schlechten Zustand. Diese schwache Ökonomie führte dazu, dass es auch der Bevölkerung schlecht ging. Millionen Ostdeutsche entschieden sich daher dafür, in den Westen auszuwandern. Dadurch litt die soziale Struktur vieler ostdeutscher Städte, Gemeinden und Dörfer erheblich.

Um diesem Trend entgegenzuwirken und um die Wirtschaft in Ostdeutschland wieder aufzurichten beschloss die Regierung des neuen deutschen Staates daher die Einführung des sogenannten Solidaritätsbeitrags, der kurz auch Soli genannt wird. Dieser Soli war eine Sondersteuer, die Personen in Westdeutschland zu zahlen hatten und die für den Aufbau der östlichen Bundesländer eingesetzt werden sollte.

Schnell kamen dadurch Beträge in Milliardenhöhe zu stande, die dafür sorgten, dass die Städte, Gemeinden und Dörfer in Ostdeutschland finanziell deutlich besser da standen als zuvor. So wurden von der Sondersteuer Straßen und weitere infrastrukturelle Anlagen wie Brücken und Tunnel gebaut. Gleichzeitig wurden die Städte restauriert und renoviert. Damit begann ein Prozess, der dazu führte, dass das Lebensniveau im Osten sich langsam dem im Westen annäherte.

Jedoch bestehen bis zum heutigen Tag große Unterschiede zwischen den Bundesländern im Westen und denen im Osten. Diese führen dazu, dass immer noch deutlich mehr Menschen im Westen leben wollen als im Osten.