Ein Beispiel aus den USA verdeutlicht sehr gut, welche Probleme in der Kommunikation zwischen Menschen in der digitalen Ära schnell entstehen können. So geschah es vor wenigen Jahren, dass ein junger Mann für zwei Wochen in den Urlaub fuhr und das Ladekabel für sein Handy zu Hause vergaß. Da er zum Zelten in einen entlegenen Wald gefahren war, konnte er keinen Ersatz für das fehlende Kabel beschaffen und war daher innerhalb der zwei Wochen nicht in der Lage mit seinen Verwandten und noch wichtiger mit seiner Freundin zu kommunizieren. Diese machte sich nach kurzer Zeit große Sorgen, da ihr Partner nicht auf ihre Nachrichten reagierte und auch ihre Anrufe nicht entgegennahm.

Schnell aber wurde ihre Angst, dass ihrem Geliebten etwas passiert sei, von dem Verdacht abgImage result for Wir kommunizieren häufigerelöst, dass dieser sie mit einer anderen Frau im Urlaub betrügen könnte. Da sie auf ihre Nachrichten keine Antwort erhielt, begann sie in der Folge, immer aggressivere und negativere SMS zu versenden. Am Ende enthielten die Nachrichten nur noch Beleidigungen und Anklagen, die den Freund, obwohl er sich keines Vergehens schuldig gemacht hatte, als schlimmen Menschen bezeichneten.

Erst nach zehn Tagen erfuhr die Freundin dann von der Mutter ihres Freundes, dass dieser schlicht keine Möglichkeit hätte auf ihre Nachrichten zu reagieren. Geschockt schickte sie ihren negativen Nachrichten entschuldigende SMS hinterher um das Geschehene ungeschehen zu machen. Es war jedoch schon zu spät, denn die einmal versandte Nachrichten konnten nicht wieder gelöscht werden. Als der Freund aus dem Urlaub zurückkehrte und sein Handy wieder aufgeladen hatte, wurde er daher mit einer großen Zahl an Nachrichten geradezu überflutet. Zwar las er auch die am Ende versandten Entschuldigungen, er entschied sich jedoch dafür, die Beziehung zu beenden, da er ein mangelndes Vertrauen bei seiner Freundin sah.

Das Beispiel zeigt dabei eindrücklich mit welchen Problemen die Kommunikation in der digitalen Ära verbunden ist.