Beliebtes Kaufobjekt

Image result for Beliebtes KaufobjektJahrzehntelange war der Osten Deutschlands eine wirtschaftlich abgeschlagene Region. So dauerte es nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Teilstaaten im Jahr 1990 mehrere Jahrzehnte bis die Planwirtschaft der ehemaligen DDR mit ihren negativen Folgen abgefedert werden konnte. Hierzu trug vor allem eine aktive Wirtschaftspolitik und die Einführung des Solis bei. Mittlerweile geht es dem Osten Deutschlands dabei finanziell und wirtschaftlich deutlich besser. Es drohen jedoch gerade auf dem Land viele demografische Probleme, die vor allem in einer Überalterung der Bevölkerung und einer geringen Quote an Frauen bestehen.

Dennoch ist der Osten wie Medien zurzeit berichten gerade bei Investoren aktuell sehr beliebt. So kaufen kapitalkräftige Gesellschaften inzwischen vermehrt Agrarflächen aller Größen in Ostdeutschland. Die Ursache hierfür ist wohl in der Tatsache zu suchen, dass die Zinsen an den Märkten weltweit im Keller sind. Investoren weichen daher in andere Formen der Geldanlage aus und landen dabei immer öfter wieder beim guten alten Betongold in Immobilien und Grundstücken.

So lassen sich auch die Ereignisse in Ostdeutschland erklären. Die Investoren kaufen dabei vor allem landwirtschaftliche Betriebe auf. Dabei haben sie nicht das Ziel durch Spekulation Geld zu verdienen und das Land wenig später zu einem deutlich höheren Preis weiter zu verkaufen. Vielmehr wollen sie es selbst bearbeiten und aus diesen landwirtschaftlichen Erträgen Umsatz generieren. Dies führt dazu, dass das Land immer weniger großen Investoren gehört. Diese können damit zunehmend die Preise für die angebauten Nahrungsmittel erhöhen. Eine weitere Folge ist, dass viele kleinere Bauern nicht mehr konkurrenzfähig sind und damit in ihrer Existenz bedroht.

Die Preise sind jedoch bisher noch nicht stark gestiegen. Experten befürchten dies jedoch für die Zukunft, wenn große Unternehmen weiterhin in diesem Ausmaß Land kaufen. Eine Umkehrung dieses Trends ist für die Zukunft in jedem Fall erst einmal nicht zu erwarten. Eher dürften sich die Folgen dieser Entwicklung noch weiter verschärfen.

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